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Bargeld - wird es das langfristig nicht mehr geben?
#1
Die EU will unbedingt das Bargeld verbieten. Ein weiterer Schritt zur Kontrolle aller in Europa lebender Bürger; Schritt für Schritt. Europa nimmt sich diese Kontrolle einfach heraus. Die Welt, in der wir in Zukunft leben sollen, ist eine Welt der Kontrolle. Nichts wird  und soll unbeobachtet bleiben: Ziel ist die durchgängige Transparenz der Bürger, von seinen privaten Gewohnheiten bis zu seinem Konsumverhalten verhalten. Der Euro ist kaum kompatibel für alle Mitgliedsstaaten der Eurozone.
Warum? Weil zum Beispiel im Falle Griechenlands die industrielle Wirtschaftskraft fehIt: Mit Ziegenkäse und Olivenöl und Tourismus lässt sich so eine Starkwährung wie der Euro kaum „bewältigen.“ Im § 14 des Bundesbankgesetzes heißt es noch: „Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel.“ Kreditkarten müssen nicht angenommen. Bekanntlich pumpt die Europäische Zentralbank täglich 60 Milliarden um die Wirtschaft im lahmenden Europa anzukurbeln. Das Wirtschaftswachstum muß um jeden Preis angekurbelt werden, koste es, was es wolle.
 
Offensichtlich klappt es mit dem Stimulationsprogramm für Wachstum und Beschäftigung der EZB nicht. Arbeitslosigkeit ist  in den Südländern besonders hoch. Und daran wird sich mittelfristig nichts ändern. Niedrige Löhne verursachen eben kein Wachstum, sondern eher Kaufzurückhaltung. Und wo nichts gekauft wird, brauchen die Firmen auch keine zusätzlichen Kredite um der zusätzlichen Nachfrage entgegenzukommen.
Langfristig wird durch die industrielle Restruktur, genannt „Industrie 4.0“, ein Verlust von 10 Millionen traditionelle Arbeitsplätze  mittel- bis langfristig erwartet. Negativ-Zinsen auf Sparguthaben befördern Altersarmut für alle, die auf die private Vorsorge gesetzt haben. Wer auf seine Guthaben keine Zinsen mehr bekommt, der wird entweder sein Geld ausgeben oder es vom Konto holen. Mit diesem Kalkül rechnet die EZB. Und deswegen soll Bargeld verboten werden, damit die Kontrolle darüber notfalls bei der Politik bleibt; falls mal wieder bald ein Bankencrash drohen sollte.
Schon heute zahlen Banken für ihre Guthaben bei der Europäischen Zentralbank negativen Zinsen.
 
Viele Ökonomen erklären, eine wachsende Zahl von Beschäftigten sei wegen fehlender Qualifikation nicht mehr „wettbewerbsfähig“ in einer durch Globalisierung und ständige Innovation geprägten Wirtschaft. Nach ihrer Auffassung muss man deshalb die Kosten dieser Art von Arbeit verringern und zugestehen, dass diese Arbeitsplätze früher oder später zerstört und durch Roboter und „big data“ ersetzt werden.
Am anderen Extrem sollen „neue Arbeitsplätze“ entstehen, qualifizierte und gut bezahlte, weil sie zur Wertschöpfung beitragen: Unternehmer und Beschäftige in der digitalen Wirtschaft. Die unterschiedliche „natürliche“ Produktivität sei der Grund für die wachsenden Ungleichheiten.
Wie dem auch sei: Armut wird sich verschärfen. Zusätzliche Belastungen durch ungewollte Einwanderungsströme werden die Politik im Sozialbereich zu großen Herausforderungen zwingen, wenn der soziale Friede nicht erheblich gestört werden soll. Mit der Abschaffung des Bargeldes hätte man ein Instrument Widerständler die notwendige Mobilität durch Geldentzug zu nehmen: Man sperrt einfach per Mausklick die Karte. Und schon geht nichts mehr.
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Bargeld - wird es das langfristig nicht mehr geben? - von Peter Christian Nowak - 21.02.2016, 21:20

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